Ein Text von Leni Henrici und Liza-Maria Gabelia (beide 10Gymb) – Jurymitglieder
Dieses Jahr schenkte uns der Wettergott zwar kein Schneegestöber wie im letzten Jahr, dennoch wurde der traditionsreiche Vorlesewettbewerb auch in diesem Jahr wieder zu einem ganz besonderen Ereignis. Schon beim Betreten der festlich geschmückten Bücherei spürte man die gespannte Vorfreude: Lichterketten funkelten, der Duft von Lebkuchen erfüllte den Raum und auf den Tischen standen Teller mit Plätzchen bereit. Die perfekte Kulisse, um Geschichten lebendig werden zu lassen.
Sechs mutige SchülerInnen der sechsten Klassen traten an, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Jeder von ihnen hatte ein selbst ausgewähltes Buch vorbereitet – Geschichten voller Abenteuer, Freundschaft und Fantasie. Doch damit nicht genug: Zusätzlich lasen alle aus einem Fremdtext vor, dieses Jahr war es der Klassiker „Das fliegende Klassenzimmer“, der dem Wettbewerb einen ganz urigen Charme verlieh.
Die Jury bestand dieses Jahr aus engagierten SchülerInnen der 8. und 10. Klasse, die begeistert verfolgten, wie ein talentiertes Kind nach dem anderen ans Lesepult trat. Unterstützt wurde die Jury von Lehrerin Frau Vogel sowie der Büchereileiterin Frau Urbano.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle nicht nur der Jury, sondern auch Frau Bayram, Frau Urbano und Herrn Staudt, die mit viel Liebe zum Detail die gesamte Organisation des Wettbewerbs übernahmen – von der Anmeldung bis zur feierlichen Dekoration.
Insgesamt wurde über eine Stunde lang konzentriert gelesen und zugehört – und die guten Leistungen der SchülerInnen hatten sich im Schulgebäude wohl rumgesprochen: das Publikum wurde immer mehr erweitert, der Raum füllte sich zunehmend und als auch die Schulleitung und Vertreterinnen des Sekretariats und des Fördervereins (vielen Dank an dieser Stelle für die Buchspenden!!) vorbeischauten, wurde die Spannung beinahe greifbar, denn die Lesebeiträge machten der Jury die Entscheidung alles andere als leicht. Jeder der Sechstklässlerinnen zeigte beeindruckendes Talent, Mut und Leidenschaft für das Lesen.
Am Ende jedoch setzte sich eine junge Leserin knapp, aber auch völlig verdient durch:
Mit dem Buch „Winston – Samtpfoten auf Phantomjagd“ fesselte Ivetta Heinrich aus der Gym6b das gesamte Publikum. Sie las mit einer Mischung aus Ruhe, Ausdruckskraft und Gefühl, was die Jury besonders überzeugte.
Als der Applaus durch den Raum hallte, strahlte Ivetta über das ganze Gesicht. Und während alle Kinder miteinander feierten, wagte Herr Staudt noch ein verschmitztes Lächeln und sagte: „Wenn man so liest, braucht man keinen Schnee – die Magie entsteht hier drin.“

v.l.: Matea Setka, Ivetta Heinrich, Stefan Secareanu, Marie Peter, Belinay Eroglu, Enxhellushe Zejnullahu







